Entspannungsverfahren

Autogenes Training

 

Was ist Autogenes Training?

 

Das Autogene Training (AT) ist eine „Konzentrative Selbstentspannung“, d.h. es ist eine (passive) Entspannungsmethode, die es jedem ermöglicht, sich selbst durch Konzentration in einen entspannten Zustand zu versetzen – mit Hilfe von bestimmten, einfachen Formeln.

 

Das Autogene Training ist eine Entspannungsmethode, die den ganzen Menschen betrifft. Sie wirkt beruhigend und lösend auf den Körper und auf den seelisch-geistigen Bereich des Übenden.

 

 

Ziel des Autogenen Trainings

 

Ziel des Autogenen Trainings ist es, durch regelmäßiges Üben in den Zustand körperlicher und geistiger Entspannung zu kommen.

 

Dabei nehmen Sie die physiologischen Entspannungsvorgänge in Ihrem Körper bewusst wahr: die Abnahme der Muskelspannung als Schwere und die vermehrte Durchblutung der Haut als Wärme.

 

Durch diese wohlige Besinnung auf die Schwere und die Wärme Ihres entspannten Körpers verlieren die Reize der Außenwelt an Bedeutung – es kommt zu einer sog. „organismischen Gesamtumschaltung“, die dem Zustand des Einschlafens ähnelt. Dieser Zustand ermöglicht es Ihnen, sich auch am Tage zu regenerieren und einen seelischen Ausgleich zu erreichen.

 

 

Was kann das Autogene Training?


Autogenes Training ist hervorragend geeignet für Menschen, die unter zu hoher Spannung stehen, gestresst und nervös sind. Es entspannt und hilft bei vielen Beschwerden. Eine gute Wirksamkeit ist nachgewiesen bei:

·         Schlafstörungen und Unruhezuständen

·         Angst- und Erschöpfungszuständen

·         Mäßigem Bluthochdruck

·         Rehabilitation nach Herz-Kreislauferkrankungen

·         Migräne und chronische Schmerzsyndrome

·         Spannungskopfschmerzen

·         Nervösen Verdauungsstörungen

·         Essstörungen

 

Was im Körper geschieht

 

Beim Nervensystem des Menschen unterscheidet man das Zentralnervensystem vom vegetativen Nervensystem. Das Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark) verarbeitet u.a. die Reize der Außenwelt und verbindet so Körper und Umwelt. Das vegetative Nervensystem reguliert v. a. Atmung, Blutkreislauf, Stoffwechsel, Wärme- und Wasserhaushalt. Dieses funktioniert auch ohne das Bewusstsein. In Phasen der Arbeit und Anspannung überwiegt der vom Sympathikus gesteuerte Anteil des vegetativen Nervensystems. Dagegen werden Phasen der Ruhe und Erholung, der Regeneration, Verdauung und der Ausscheidung vom parasympathischen Teil des Vegetativums bestimmt.

 

Mithilfe des AT gelingt es durch regelmäßiges Üben u.a. auf den Spannungszustand der Muskulatur einzuwirken. Dadurch werden immer mehr Muskelfasern entspannt, die ihrerseits wiederum diesen Zustand über nervale Impulse an die bestimmten Hirnregionen melden.

 

Dies führt (stark vereinfacht ausgedrückt) zum Umschalten zur Gesamtentspannung.

 

 

Übungsstufen

 

Die angestrebte Gesamtentspannung von Körper und Psyche erlernt man beim Autogenen Training in sechs einzelnen Übungsstufen, von denen jede ein bestimmtes Gebiet oder Organsystem des Körpers erfasst:

 

   1. Muskeln (Schwere-Übung)

   2. Blutgefäße (Wärme-Übung)

   3. Herz (Herz-Übung)

   4. Atmung (Atem-Übung)

   5. Bauchorgane (Bauch-Übung)

   6. Kopf (Kopf-Übung)

 

Zusätzlich kann abschließend noch eine persönliche Formel (Vorsatz) angefügt werden.

 

 

Die gesetzlichen Krankenkassen haben das Autogene Training als Präventionsmaßnahme im Rahmen der Gesundheitsvorsorge anerkannt und bezuschussen die Kurse mit bis zu 80 % der Kursgebühren

(max. ca. 80,-- €).

 

 

 

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